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Interview mit Michael Geisler, Geschäftsführer der Michael Geisler GmbH in Berlin

Die Michael Geisler GmbH aus Berlin ist ein Raumausstattungsbetrieb mit langjähriger Tradition. Nach seiner Gründung vor über 30 Jahren hatte das Unternehmen nun jedoch mit einigen strukturellen Problemen zu kämpfen. Deshalb holte sich Geschäftsführer Michael Geisler Unterstützung von außen und arbeitete, gemeinsam mit seinen Beschäftigten und unter der Beratung von unternehmensWert:Mensch, an einem neuen Kommunikationskonzept für seinen Betrieb.


Herr Geisler, mit welchen Herausforderungen sahen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert?


Vor über 30 Jahren habe ich mich als Raumausstattermeister selbständig gemacht. Nach einer so langen Zeit der Selbständigkeit fiel es mir zusehends schwer, eingefahrene Regelungen und Prozesse zu hinterfragen oder zu optimieren. Irgendwann war jedoch nicht mehr zu übersehen, dass wir eine Verbesserung der Kommunikationsstrukturen im Betrieb benötigten.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir in unserem kleinen Betrieb mit fünfzehn Beschäftigten aus Kosten- und Zeitgründen keine Beratung durchgeführt und kamen erst durch das Programm unternehmensWert:Mensch auf die Idee, uns Hilfe von außen zu holen. Die Prozessberatung und die Arbeit im Team verdeutlichten, dass wir nicht nur im Bereich der Kommunikation sondern auch in weiteren Themengebieten Verbesserungspotential hatten.


Wie lief die Beratung ab und auf was haben Sie sich mit Ihren Beschäftigten verständigt?


In einem Vorbereitungsgespräch zwischen dem Prozessberater und mir haben wir die Ziele der Beratung festgelegt. Anschließend gab es Teamsitzungen, in denen wir gemeinsam unsere Ziele und Wünsche definiert haben. Der Prozessberater hat uns keinen Plan vorgelegt, wie und was wir verändern sollen. Stattdessen haben die Beschäftigten und ich einen großen Teil zu den Inhalten der Beratung und deren Lösung beigetragen. Dies hat die Etablierung der betrieblichen Veränderungen enorm erleichtert.

Die Prozessberatung hat in den beiden Handlungsfeldern „Personalführung“ und „Wissen & Kompetenz“ stattgefunden. Zuerst haben wir die Beschäftigten in einzelne Gruppen eingeteilt, welche als Team zusammenarbeiten. Die Gruppen halten neben unseren gemeinsamen Teamsitzungen regelmäßige Gruppensitzungen ab.

Die Bildung der Gruppen hat maßgeblich zur Verbesserung unserer Kommunikation untereinander beigetragen. Aber auch durch die verstärkte Transparenz und Nutzung unserer für alle Beschäftigten zugänglichen EDV- und IT-Systeme haben wir uns untereinander besser vernetzt. In diesen Systemen sind nun unter anderem Arbeitsergebnisse und Verbesserungsprozesse für alle einsehbar, was die Transparenz und das Verständnis der Mitarbeitenden untereinander erhöht.


Können Sie schon Veränderungen bemerken oder wurden bereits konkrete Ergebnisse erzielt?


Den größten Erfolg gab es im Bereich der Kommunikation im Team. Durch die angeschobenen Veränderungen hat sich der Kommunikationsfluss stark verbessert und auch der persönliche Austausch hat zugenommen.

Diese erste Prozessberatung hat im Rahmen der Modellphase des Programms unternehmensWert:Mensch stattgefunden und wir waren und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Motiviert durch den Erfolg führen wir derzeit eine zweite Prozessberatung durch, um eine ganz aktuelle Herausforderung erfolgreich angehen zu können. Ich werde in einigen Jahren in Rente gehen und plane, den Betrieb dann durch meine Mitarbeitenden weiterführen zu lassen. In unseren Gruppenarbeiten kristallisierten sich bereits einige Beschäftigte heraus, die als Nachfolge geeignet sind und die nun gemeinsam mit mir an der zukünftigen Unternehmensstrategie arbeiten.


Was glauben Sie, hat in Ihrem Unternehmen zum Erfolg der Beratung beigetragen?


Als Geschäftsführer ist es schwierig, betriebliche Veränderungen anzugehen und alleine durchzusetzen. Unser Prozessberater hat uns den nötigen Anstoß gegeben. Mithilfe des ganzen Teams haben wir es dann geschafft, mehrere Prozesse in unserem Betrieb in Gang zu setzen und diese auch weiter zu verfolgen.

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