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Interview mit Alexandra Beck-Kuhl, Kuhl Hair Creative Team

Alexandra Beck-Kuhl, Kuhl Hair Creative Team

Wenn Beschäftigte für einen gewissen Zeitraum ausfallen, z.B. durch eine Schwangerschaft, dann stellt das gerade kleine Unternehmen vor eine Herausforderung – und wenn es auch noch die Chefin selbst ist, dann wird es umso schwieriger. Alexandra Beck-Kuhl berichtet, wie sie mit Hilfe von unternehmensWert:Mensch ihren Friseurbetrieb für die befristete "Zeit ohne Chefin" vorbereiten, und somit Beruf und Familie miteinander vereinbaren konnte.


Frau Kuhl, mit welchen Herausforderungen sahen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert?


In unserem Friseursalon lief alles bestens. Meine beiden Mitarbeiterinnen – Jui Cholibois und Tanja Hölker – und ich verstanden uns auch sehr gut. Als ich dann schwanger wurde, war klar, dass ich für einige Wochen ausfallen würde. Meine beiden Mitarbeiterinnen müssten also alles alleine managen. Aber wie würden wir das organisieren? Was wäre alles zu tun und zu beachten während meiner Abwesenheit? Ich wollte unbedingt sicherstellen, dass all die Aufgaben, die bei mir lagen, auch in meiner Abwesenheit erledigt werden. Mir war es wichtig, dass ich kein Durcheinander hinterlasse, sondern dass alles geregelt und nach Plan weiterläuft. Ich wollte auf jeden Fall frühzeitig die kompletten Rahmenbedingungen für meine Abwesenheit festlegen.


Wie lief die Beratung ab und auf was haben Sie sich verständigt?


Eine meiner Kundinnen ist autorisierte Prozessberaterin für das Programm unternehmensWert:Mensch und erstellt unter anderem Stärken- und Kompetenzprofile, was ich für mich persönlich sehr interessant fand. So kamen wir auch auf die Themen Personalführung, Arbeitsorganisation und Personalentwicklung. Nach einer Erstberatung von der IHK Kassel habe ich mich dann für eine umfassende Prozessberatung entschieden. Zuerst führte ich ein Einzelgespräch und füllte einen Fragebogen zu meinem Stärkenprofil aus. Das gleiche machten meine beiden Mitarbeiterinnen. Schließich haben wir unsere Profile gemeinsam besprochen und uns dann alle gegenseitig eingeschätzt: Wie ist die Selbst- und wie die Fremdwahrnehmung? Interessant war, was herauskam: Ich sage gerne, wie etwas gemacht wird, und plane gerne – und die beiden anderen bekommen gerne gesagt, wie etwas laufen soll. Insofern war das die perfekte Kombination!

Insgesamt haben wir vier Beratertage genutzt. Die Beraterin hat uns in Workshops zur Seite gestanden und gemeinsam mit uns überlegt, wie wir die Zukunft planen können. Wer würde meine Kunden übernehmen? Wer könnte welche fachlichen Aufgaben erfüllen? Das habe ich dann mit Frau Cholibois und Frau Hölker ausgearbeitet. Wir hatten dann auch vier Themen bzw. Fragen festgelegt für eine Übergabe: Wie soll und muss der Salon innen und außen aussehen und wie kann das ordentliche Erscheinungsbild sichergestellt werden? Wie können wir garantieren, dass meine Kunden zu mindestens 95 Prozent auch ohne mich zufrieden sein werden? Wer übernimmt welche Aufgaben? Wie kann die Werbung weitergeführt und in meiner Abwesenheit vorangetrieben werden? Wir haben dafür ein richtiges Handbuch erstellt, worin ganz klar alle Aufgaben, Details und Verantwortlichkeiten schriftlich festgehalten wurden – ein "Übergabeordner" sozusagen. Natürlich war ich im Notfall immer erreichbar, aber unser Ziel war ganz klar, dass der Salon auch mal ohne mich laufen kann.


Können Sie schon Veränderungen bemerken, wurden bereits konkrete Ergebnisse erzielt?


Die Vorbereitung hat super geklappt, ich konnte beruhigt in Mutterschutz gehen und während meiner Abwesenheit haben meine beiden Mitarbeiterinnen den Salon weitergeführt – so wie geplant. Und das Schöne ist: Inzwischen, nach meiner Rückkehr, läuft alles noch viel besser als vorher. Das Zusammenspiel zwischen uns Dreien ist leichter geworden, die Verständigung ist noch einfacher. Das liegt vor allem daran, dass der Wissenstransfer so gut funktioniert hat. Früher kannte nur ich viele der Details, heute wissen wir alle alles. So können wir auch mehr Hand in Hand arbeiten. Insofern hat das Programm auch über das eigentliche Ziel hinaus eine positive Wirkung.


Was glauben Sie, hat in Ihrem Unternehmen zum Erfolg der Beratung beigetragen?


Was wirklich wichtig war, ist, dass wir alle Lust auf die Beratung hatten. Meine beiden Mitarbeiterinnen haben die Idee von Anfang an mitgetragen und waren offen für Ideen und neue Aufgaben. Und was sicherlich auch ein wichtiger Faktor war: Meine beiden Mitarbeiterinnen haben sich richtig ins Zeug gelegt.

Steckbrief

Von individueller Beratung über Schnitt und Styling, von Brautfrisuren über Echthaarverlängerung: Der Friseursalon Alex Beck-Kuhl Hair Creative Team bietet das volle Portfolio für Haare. Täglich von 9 bis 18 Uhr sind die Inhaberin und ihre beiden Mitarbeiterinnen für Kunden und Kundinnen da – doch auch außerhalb der Öffnungszeiten werden Termine gemacht. Im Jahr 2011 hat Alexandra Beck-Kuhl den Salon übernommen.


Gründung des Salons Hair Creative:
Übernahme des Salons am 1. November 2011


Sitz
Grebenstein (Hessen)

Mitarbeiter
3


Schwerpunkt der Arbeit
Friseursalon


Ansprechpartner
Alexandra Beck-Kuhl, 05674/7562, info[at]hair-creative-team.de

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