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Interview mit Heike Domaratius


Die Gemino Maschinenbau GmbH ist ein mittelständisches, familiengeführtes Zulieferunternehmen für den allgemeinen und Sondermaschinenbau mit Sitz in Mühlau bei Chemnitz. Die komplexe Fertigung von Zeichnungsteilen nach Kundenwunsch erfolgt in kleinen und mittleren Serien auf CNC-Dreh- und Fräsmaschinen. Bereits 2014 hat das Unternehmen einen Generationswechsel mit einer uWM-Prozessberatung begleiten lassen. 2019 nutzte das Team uWM plus, um einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft zu gehen.


Mit welchen Herausforderungen sahen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert?


Während die Komplexität der herzustellenden Teile sowie die Anforderungen zunehmen, werden Änderungen und Prozessabweichungen immer häufiger. Mit papiergesteuerten Abläufen lässt sich diese Veränderung kaum mehr prozesssicher abbilden. Daher sehen wir die Zukunft der Produktion digital. Diesem Wandel wollen wir uns stellen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.
Das Programm uWM plus bot uns eine hervorragende Möglichkeit, den Rahmen für die Einführung einer "papierlosen Fertigung" abzustecken. Ziel ist, auf Basis eines vorhandenen PPS-Systems auftragsbezogene Informationsflüsse vom Fertigungsauftrag bis zur Fertigmeldung durch die Werker*innen ohne Medienbrüche digital ablaufen zu lassen.


Wie lief die Beratung ab und worauf haben Sie sich mit Ihren Beschäftigten verständigt?


Wir haben in einem ersten Schritt einen betrieblichen Lern- und Experimentierraum gebildet, in den Mitarbeiter*innen aus den verschiedenen Bereichen des Unternehmens und die Geschäftsführung eingebunden waren. Der externe Prozessberater hat dabei den Prozess und das Projekt begleitet.
Bestehende Prozesse und Abläufe im Unternehmen wurden in mehreren Arbeitskreisen untersucht und dahingehend geprüft, inwieweit und wie genau diese digitalisiert stattfinden können. Die skizzierten Wunschvorstellungen wurden daraufhin mit unserem Softwareanbieter besprochen, der die Realisierbarkeit prüfte.


Können Sie schon Veränderungen bemerken, wurden bereits konkrete Ergebnisse erzielt?


Mit dem uWM plus-Programm entstanden belastbare Entscheidungen und Pläne, die die Digitalisierung der Prozesse betreffen. Es wurde erarbeitet, welche Schritte gegangen und welche Lösungen umgesetzt werden sollen. Möglichkeiten der technischen Realisierbarkeit wurden gefunden. Die Umsetzung der papierlosen Fertigung ist in vollem Gange und soll dieses Jahr abgeschlossen werden.


Was, glauben Sie, hat in Ihrem Unternehmen zum Erfolg der Beratung beigetragen?


Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen ist einschneidend und verändert die bisherige Arbeitsweise stark. Deshalb war es besonders wichtig, viele Mitarbeiter*innen über die Abteilungsgrenzen hinweg an der Erarbeitung eines Konzeptes zu beteiligen. Alle waren offen und sehr engagiert dabei. Das führte zu einer breite Akzeptanz, die zum Erfolg des Projektes beiträgt. Zudem hatten wir einen kompetenten Prozessberater an unserer Seite, der uns mit Rat und Tat unterstützte.

 

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