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Interview mit Anke Schaefer-Schäuffele

Der Handwerksbetrieb Volker Schäuffele Bad & Heizung wurde 1995 vom Firmengründer gemeinsam mit seiner Ehefrau Anke Schaefer-Schäuffele als Familienunternehmen gegründet. Heute beschäftigt der Betrieb 15 Mitarbeitende und konnte bereits 25 junge Menschen ausbilden. Als Sanitär-Heizungs-Handwerk ist das Badstudio Schäuffele seit jeher auf die Modernisierung der Haustechnik spezialisiert. Badezimmermodernisierung sowie Kundendienst und Heizungsmodernisierung stellen das Kerngeschäft dar. Zukünftig sollen auch gewerksübergreifende Elektro-Energiekonzepte für Wohngebäude in das Portfolio mitaufgenommen werden. Von Februar 2020 bis Anfang August 2020 hat das Unternehmen an uWM plus teilgenommen.

 


Mit welchen Herausforderungen sahen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert?


Wir haben festgestellt, dass die administrativen und organisatorischen Abläufe im Bereich Badezimmer- und Heizungsmodernisierung sowie im Kundendienst digital effizienter abgewickelt werden können. Dabei ist es wichtig, auf dem Weg der digitalen Umstrukturierung von Arbeitsprozessen, die Mitarbeitenden stets mit einzubinden. Durch Teilhabe und Aufklärung wollten wir die Bindung und Identifikation der Mitarbeitenden mit unserem Unternehmen stärken. Als kleiner Handwerksbetrieb stehen wir unter anderem vor der Herausforderung gegen Wettbewerber im Internet zu bestehen. Um Prozesse zu rationalisieren sowie zu bündeln und dem immer größer werdenden bürokratischen Aufwand noch gewachsen zu bleiben, ist es unabdinglich individuelle digitale Konzepte zu entwickeln.

Diese Aspekte waren für uns ausschlaggebend dafür, dass wir uns mit dem Programm unternehmensWert:Mensch plus auf den Weg hin zum digitalen Handwerker gemacht haben. Durch die Erfahrungen aus dem Entwicklungsprozess ermöglichen wir uns und unserem Unternehmen eine stetige Weiterentwicklung.


Wie lief die Beratung ab und worauf haben Sie sich mit Ihren Beschäftigten verständigt?


Für uns und unsere Mitarbeitenden war es sehr hilfreich, dass unser Prozessberater lange Jahre selbstständig ein großes Sanitär- und Heizungsunternehmen geführt hat. Die durch langjährige Berufserfahrung vorhandene Praxiskenntnis hatte zur Folge, dass sich die Belegschaft gut auf die Beratung einlassen konnte. So entwickelte sich aus der anfänglichen Skepsis Vertrauen und Spaß an der Zusammenarbeit.

In Gruppen wurden je Sequenz immer die Schritte Untersuchung, Diagnose und Rezept durchlaufen. Gemeinsam haben wir die Idee entwickelt, eigene Checklisten zu gestalten. Diese wurden unter der Anleitung unseres Prozessberaters im Arbeitsablauf auf ihre Umsetzbarkeit getestet. Dabei sind wir im Prozess folgenden Fragen nachgegangen: „Bringt es uns weiter?“, „Wie kommen wir damit zurecht?“ und „Was müssen wir gegebenenfalls anpassen?“ Der erste Schritt in der praktischen Umsetzung war die Anwendung von Organigrammen, Checklisten sowie unser „Mitarbeiter-Informations-Zentrum“. Dabei handelt es sich um eine Arbeitsstation mit einem großen Bildschirm, bei der die gewerblichen Mitarbeitenden Termine und Arbeitsaufträge erfassen sowie einsehen können. Um den Digitalisierungscharakter zu stärken, sollen die die Checklisten zukünftig ebenfalls digital zur Verfügung stehen.


Können Sie schon Veränderungen bemerken, wurden bereits konkrete Ergebnisse erzielt?


Eine der präsentesten Erkenntnisse und für uns das Erfreulichste war, dass wenn wir morgens unsere Mitarbeiter begrüßen wollen, dann empfangen uns diese schon mit einem freudigen Winken und strahlenden Gesichtern. Zudem werden die ausgearbeiteten Checklisten gerne genutzt, was durch die gemeinsame Ausarbeitung zusätzlich gefördert wird. Auch sprechen wir offen über Erfolge und vergleichen Ergebnisse. Das „Mitarbeiter-Informations-Zentrum“ ist integriert und die Mitarbeitenden fragen schon, wann und wie es weitergeht.


Was, glauben Sie, hat in Ihrem Unternehmen zum Erfolg der Beratung beigetragen?

Der Erfolg der Beratung liegt vor allem daran, dass die Mitarbeitenden an der Entwicklung der Checklisten maßgeblich beteiligt waren. „Ihr Projekt“ zahlt sich aus und es macht ihnen große Freude Teil dieser Erfolgsgeschichte sein zu dürfen. Innerhalb dieses monatelangen Prozesses ist das Team zusammengewachsen und hat Erfolgserlebnisse gemeinsam gefeiert.

 

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