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Interview mit Jörg Eckermann, Geschäftsführer

Team der Erfolgsgestalter GmbH

 

Die Erfolgsgestalter GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das 2006 unter dem Namen BasicUnit gegründet wurde. Mittlerweile zählt das Unternehmen sechs Beschäftigte und befindet sich auf Wachstumskurs. Zu den Geschäftsfeldern gehören die Marken- und Produktentwicklung sowie Positionierungsstrategien mit einem deutschsprachigen Schwerpunkt. Im Gute-Praxis-Interview spricht der Geschäftsführer Jörg Eckermann über seine Erfahrungen mit dem Programm unternehmensWert:Mensch.


Lieber Herr Eckermann, mit welchen Herausforderungen sahen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert?


Das Unternehmen entwickelte sich über die Jahre positiv. Wir sahen uns als gutes Team und unsere Erfolge bestätigten uns. Trotzdem gab es einen Eindruck von "Sand im Getriebe", der sich das ein oder andere Mal einschlich, wenn wir gemeinsam abgeschlossene Projekte betrachteten. Abläufe schienen holprig und interne Absprachen klärungsbedürftig. Uns fehlte jedoch ein klarer Ansatzpunkt. Sehr gelegen kam mir da ein guter Kontakt über ein Unternehmensnetzwerk, dem ich angehöre. Hier lernte ich unseren Prozessberater kennen, der mich auch über die Förderung im Rahmen von unternehmensWert:Mensch informierte.


Wie lief die Beratung ab und auf was haben Sie sich mit Ihren Beschäftigten verständigt?


Der Prozessberater stellte den Kontakt zur Regionalagentur MEO her, eine Erstberatungsstelle im ESF-Bundesprogramm unternehmensWert:Mensch. Im Erstberatungsgespräch erarbeiteten wir eine Handlungsempfehlung, die als Grundlage für die Prozessberatung diente. Der Fokus der Beratung sollte auf der strategischen Personalführung sowie Wissens- und Kompetenzvermittlung liegen. Eine Kick-Off Veranstaltung mit dem ganzen Team brachte von Beginn an Transparenz in die Beratung. In Einzel- und Gruppengesprächen gingen wir den vermuteten Konflikten und Problemen auf die Spur und bilanzierten unsere Kompetenzen. Gemeinsam entwickelten wir dann Vorschläge für den künftigen Aufbau der Organisation sowie für die Verbesserung unserer Abläufe. Zum Beispiel haben wir unsere Ausrichtung als Ausbildungsbetrieb gestärkt. Die Auszubildende wurde übernommen und der freie Ausbildungsplatz wurde sofort wiederbesetzt. Freie MitarbeiterInnen binden wir künftig durch eine „Open Space“-Struktur enger an unser Team. Die unter dem Fokus "Mensch" geänderten Prozesse führten auch zur Umsetzung einer neuen, anwenderorientierten EDV. Dem Wunsch nach einer stärkeren Eigenverantwortung der Beschäftigten kamen wir ebenfalls nach. Um langfristig von der Beratung zu profitieren, haben wir viele Maßnahmen und Ergebnisse im betrieblichen Handlungsplan fixiert. So können wir jederzeit auf die Vereinbarungen zurückgreifen. Vor allem haben wir uns darauf verständigt, die Beratungsinhalte im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses fortzuführen.


Können Sie schon Veränderungen bemerken, wurden bereits konkrete Ergebnisse erzielt?


Ein nach außen sichtbares Ergebnis ist natürlich die Umfirmierung, hin zu den "Erfolgsgestaltern". Wir sehen auch, dass unsere Arbeitszufriedenheit insgesamt gestiegen ist. Dazu trägt vor allem der erhöhte fachliche und persönliche Austausch bei. Aufbau, Ablauf und Zielsetzung des Unternehmens sind für alle transparenter und geben den Beschäftigten mehr Handlungssicherheit. Unsere Mitarbeitergespräche führen wir nun auch anlassbezogen, denn jeder soll wissen, wie er sich persönlich einbringen kann und keine gute Idee soll verloren gehen. Und auch ich habe dazugelernt: Meine Kompetenzen im Bereich der Mitarbeiterführung habe ich durch gezieltes Coaching des Beraters weiter ausgebaut. Unsere Kunden bemerken diese Veränderungen und geben durchweg positives Feedback.


Was glauben Sie, hat in Ihrem Unternehmen zum Erfolg der Beratung beigetragen?


Der Prozessberater baute schnell eine Vertrauensbasis zu allen Beschäftigten auf. Mit seinen Methodenkenntnissen überzeugte er, setzte die richtigen Akzente in den Gesprächen und leitete so die gemeinsame Lösungsfindung an. Ein Prozess, den wir ohne externe Unterstützung so sicherlich nicht hinbekommen hätten. Natürlich erhielten auch wir im Laufe der Beratung "Arbeitspäckchen" – genau das trägt dazu bei, dass die von uns erarbeiteten Lösungen von allen getragen werden. Viele Ergebnisse waren sofort sichtbar. Waren die gefundenen Lösungen einmal nicht rund, konnten wir sofort nachsteuern. Die allgemeine Bereitschaft aller am Prozess mitzuwirken hat mich beeindruckt. Neben den bereits bestehenden Teambesprechungen führten wir ein neues Ritual ein: den gemeinsamen "afterlunch". Wir nutzen ihn, um regelmäßig im Gespräch zu bleiben. So entwickeln wir uns auf persönlicher und fachlicher Ebene immer weiter.

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