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Interview mit Matthias Kirchhoff, digitronic computersysteme GmbH

Matthias Kirchhoff, digitronic computersysteme GmbH

Tolle Produkte, gute Arbeit, zufriedene Kunden – die digitronic computersysteme GmbH ist ein erfolgreicher IT-Dienstleister. Doch gerade die IT-Branche entwickelt sich ständig weiter. Umso wichtiger ist es, im Tagesgeschäft die persönliche Entwicklung der Beschäftigten und die Arbeitsorganisation im Blick zu haben. Matthias Kirchhoff erklärt, wie das Unternehmen es mit unternehmensWert:Mensch geschafft hat, die eigenen Beschäftigten wieder in den Mittelpunkt unternehmerischen Handelns zu rücken.


Herr Kirchhoff, mit welchen Herausforderungen sahen Sie sich in Ihrem Unternehmen konfrontiert?


Wir sind ein technisch fokussiertes Unternehmen und ich selbst bin als Ingenieur ebenfalls vor allem versiert in Technikfragen – so wie auch der zweite Geschäftsführer. Was wir dabei in den vergangenen Jahren vernachlässigt haben, sind unsere Organisationsstrukturen. Wir produzieren tolle Produkte, liefern gute fachliche Arbeit und haben zufriedene Kunden, aber um unsere Mitarbeiter haben wir uns zu wenig gekümmert. Unsere Mitarbeiter fühlen sich zwar wohl, aber wir wollten eine noch höhere Mitarbeiterzufriedenheit und klarere Strukturen. Außerdem hatten mein Partner und ich das Gefühl, dass unsere Unternehmensphilosophie nicht recht in der Belegschaft ankam. Wir hatten kein Leitbild, keine definierten Werte. Wir hatten zwar einen Plan, konnten diesen unseren Mitarbeitern aber nicht richtig kommunizieren. Wir haben einfach viel zu wenig über uns selbst nachgedacht in den vergangenen Jahren – das ging im Tagesgeschäft verloren.


Wie lief die Beratung ab und auf was haben Sie sich verständigt?


Als ich den Flyer für das Programm unternehmensWert:Mensch in die Hände bekam, war ich gleich interessiert: Das war endlich ein Programm, an dem auch kleine Unternehmen wie unseres teilnehmen können. Die Erstberatung und die damit einhergehende grundlegende Analyse waren schon sehr hilfreich für uns. Dort haben wir gemeinsam mit der Erstberatungsstelle ATB Arbeit, Technik und Bildung GmbH in Chemnitz Schwerpunkte festgelegt. Diese identifizierten Schwerpunkte hat dann der Prozessberater mit mir und dem zweiten Geschäftsführer aufgegriffen. Wir haben erst mal zu dritt Stärken und Schwächen unserer Firma analysiert, Aufgaben und Ideen festgehalten. Die Ergebnisse aus den Gesprächen wurden immer wieder mit unseren Mitarbeitern gespiegelt. Wir haben dann gemeinsam mit dem Prozessberater ein Lösungskonzept entwickelt sowie ein Strategiepapier mit Handlungszielen und konkreten Maßnahmen.


Können Sie schon Veränderungen bemerken, wurden bereits konkrete Ergebnisse erzielt?


Ja, wir haben viele der Handlungsziele und der geplanten Maßnahmen gleich in die Tat umgesetzt: Zum Beispiel gibt es wieder strukturierte und regelmäßige Mitarbeitergespräche. Außerdem haben wir uns intern anders organisiert. Wir sind nur zwischen zehn und elf Mitarbeiter und waren genau genommen "zerstrukturiert" – es gab Vertrieb, Marketing, Assistenz usw. Und das in einem so kleinen Unternehmen! Jetzt gibt es nur noch die Teilung in Vertrieb und Entwicklung und die Mitarbeiter sind diesen Abteilungen zugeteilt. So ist ganz klar, wer für was zuständig ist und das Beste ist: Wir arbeiten viel besser zusammen. Denn die Trennungen zwischen den Zuständigkeiten sind geringer geworden und die Abstimmungen gehen viel unkomplizierter und schneller vonstatten.

Was auch ein schöner Erfolg war: die Ideenkonferenz. Wir haben uns einen Tag lang Zeit genommen und jeder – vom Geschäftsführer bis zum Azubi – konnte sich einbringen und Ideen vortragen. Zugegeben, ein richtiges Ergebnis gab es nicht. Aber es hat allen Spaß gemacht, jeder wurde angehört, es war eine richtig motivierende Stimmung – und wir wurden schon gefragt, ob man so etwas wiederholen könnte. Auf jeden Fall hat es merklich die Motivation unter unseren Mitarbeitern gestärkt und die Stimmung verbessert.

Wir haben nun ein neues und klares Leitbild, eine klare Arbeitsstruktur, verschlankte Prozesse, verbesserte Arbeitsbedingungen (zum Beispiel Vertrauensarbeitszeit oder Weiterbildungsangebote) – wir haben nicht nur viele Pläne, sondern leben bereits die Umsetzung.


Was glauben Sie, hat in Ihrem Unternehmen zum Erfolg der Beratung beigetragen?


Wir hatten großes Glück mit unserer Erstberatungsstelle und unserem Prozessberater. Theoretische Themen wurden so aufbereitet, dass auch ich als reiner Techniker sofort etwas damit anfangen konnte. Die Beratung wurde genau auf uns zugeschnitten und war sehr situations- und praxisbezogen. Sicherlich war auch ein Erfolgsfaktor, dass wir immer alle Vorgänge transparent gemacht haben und unsere Mitarbeiter regelmäßig informiert und ins Boot geholt haben: Es war immer allen klar, was gerade passiert. Wir sind wirklich begeistert von dem Programm und ich denke, das hat sich auch auf unsere Beschäftigen übertragen.

Steckbrief

Die digitronic computersysteme gmbh entwickelt in enger Kooperation mit der Polizei mehrerer Bundesländer die Softwarelösung WinTelex EP. Dieses Verfahren gewährleistet den adressatengerechten, schnellen und sicheren Austausch von Informationen im Behördenumfeld. Neben dem Softwaregeschäft bietet digitronic auch Service- und Beratungsdienstleistungen an. Das Unternehmen unterstützt Kunden in der Konzeptionierung und Implementierung von IT-Lösungen und verantwortet deren Betrieb und Service.


Gründung digitronic Computersysteme GmbH:
Auf der CeBit 1990 per Handschlag besiegelt, seit 1991 als eingetragene GmbH.


Sitz
Chemnitz (Sachsen)

Mitarbeiter
10-11


Schwerpunkt der Arbeit
Kommunikation und Vertraulichkeit im IT-Bereich


Ansprechpartner
Matthias Kirchhoff, 0371/81539-0

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